St. Urbanus Schützenbruderschaft Birgden 1715 e.V.

 

Satzung

 

 

§ 1 Name und Sitz

 

Dieser Verein trägt den Namen „ St. Urbanus Schützenbruderschaft Birgden 1715 e.V.“.

Er ist unter diesem Namen im Vereinsregister des Amtsgerichts zu Geilenkirchen eingetragen

und hat seinen Sitz in 52538 Gangelt-Birgden.

 

§ 2 Wesen und Aufgaben

 

Die St. Urbanus Schützenbruderschaft ist eine Vereinigung von Männern und Frauen, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Köln bekennt. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Statut und Rahmensatzungen in ihrer jeweiligen Fassung für sie verbindlich ist.

Getreu dem Wahlspruch der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften „Für Glaube – Sitte und Heimat“ stellen die Mitglieder der St. Urbanus Schützenbruderschaft sich folgende Aufgaben:

 

1) Bekenntnis des Glaubens durch

a) Eintreten für die katholischen Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung. Im

Geiste der Ökumene haben die Mitglieder anderer christlicher Konfessionen in der

Bruderschaft die gleichen Rechte und Pflichten.

b) Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Brüderlichkeit.

c) Werke christlicher Nächstenliebe.

 

2) Schutz der Sitte durch

a) Eintreten für christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben.

b) Gestaltung echter brüderlicher Geselligkeit.

c) Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den

Schießsport und dem Fahnenschwenken.

 

3) Liebe zur Heimat und zum Vaterland durch

a) Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn,

b) tätige Nachbarschaftshilfe,

c) Pflege der geschichtlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums, wie

Heimat- und Schützenfeste, und vor allem des dem Schützenwesen eigentümlichen

Schießsports und des historischen Fahnenschwenkens,

d) Heimatpflege.

 

4) Die Schützenbruderschaft widmet sich im Besonderen

a) der Jugendpflege durch Jugendbetreuung und Durchführung von Jugendfreizeiten,

b) dem Schießsport durch Durchführung und Pflege schießsportlicher Übungen und

Wettkämpfe,

c) der Pflege des Brauchtums durch die Pflege des historischen Schießspiels, der

Förderung und dem Erhalt des historischen Fahnenschwenkens sowie der Förderung

und Erhaltung der überlieferten Schützentraditionen wie Vogelschuss, Patronzinium,

Kirmesfeierlichkeiten, Heimat- und Schützenfeste.

 

 

 

§ 3 Gemeinnützigkeit

 

Die St. Urbanus Schützenbruderschaft verfolgt ausschließlich unmittelbar schützenbrüderliche, christliche und gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinne und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegen den Verein.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 

§ 4 Mitgliedschaft

 

1) Mitglieder der St. Urbanus Schützenbruderschaft können Personen christlichen Glaubens

werden, die unbescholten und bereit sind, sich zum Inhalt dieser Satzung zu verpflichten.

2) Der Verein hat aktive und teilaktive Mitglieder. Er kann auch fördernde Mitglieder aufnehmen.

3) Das Gesuch um Aufnahme der Mitglieder ist an den Vorstand zu richten. Über die

Aufnahme entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit. Der Austritt ist schriftlich

gegenüber dem Präsidenten zu erklären.

4) Die Schützenbruderschaft ist eine Vereinigung christlicher Personen. Nichtkatholische

Mitglieder verpflichten sich mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft grundsätzlich auf

deren christlichen Grundsätze durch Anerkennung der Satzung.

5) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod, Ausschluss oder durch Auflösung des Vereins.

Das ausscheidende Mitglied hat auf das Vermögen der Schützenbruderschaft keinen

Anspruch. Auch entfällt ein Anspruch auf Auseinandersetzung. Noch ausstehende

Beiträge sind spätestens beim Ausscheiden zu zahlen.

6) Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger

Grund ist insbesondere dann gegeben, wenn das Mitglied das Ansehen und die Interessen

der Bruderschaft oder des Bundes schädigt, oder wenn es mit dem Beitrag mehr als ein Jahr

in Rückstand bleibt. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit 2/3 Mehrheit.

Dem Mitglied ist vorher ein rechtliches Gehör zu gewähren. Ein ausgeschlossenes Vorstandsmitglied scheidet mit der Rechtswirksamkeit der Ausschlussentscheidung aus diesem Amt aus. Gegen die Entscheidung des Vorstandes hat das ausgeschlossene Mitglied das Recht auf Beschwerde an das Ehrengericht des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

 

 

§ 5 Pflichten und Rechte aus der Mitgliedschaft

 

1) Jedes Mitglied ist verpflichtet, die in der Vereinsordnung festgesetzten Jahresbeiträge zu

zahlen. Über die Vereinsordnung entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher

Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen, soweit die Beteiligung vom Vorstand oder der Mitgliederversammlung zur Pflicht gemacht wird.

 

2) An kirchlichen Veranstaltungen, zu denen die Bruderschaft einlädt, sowie am Begräbnis

eines aktiven Mitgliedes sollen die aktiven Mitglieder in Uniform teilnehmen.

 

3) Jedes männliche Mitglied hat, sofern es in der Vereinsordnung nicht anders bestimmt ist,

das Recht an dem Königsschießen teilzunehmen. Der König muss einer christlichen

Religionsgemeinschaft angehören, sich zur christlichen Lebenshaltung verpflichten und ein

aktives Schützenmitglied sein oder werden.

 

4) Alle Mitglieder sind verpflichtet, pfleglich mit den vereinseigenen Sachen und Anlagen

umzugehen und sich an den Erhalt der Anlagen aktiv zu beteiligen.

 

 

§ 6 Jungschützen

 

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr können in einer Jungschützenabteilung zusammengefasst werden, deren Rechte und Pflichten nach dem Satzung der Sebastianus Schützenjugend im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften zu ordnen sind. Sie gelten als aktive Mitglieder. Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind sie nicht stimmberechtigt, außer bei der Wahl der Jungschützenmeister/in. Sie nehmen beratend an der Mitgliederversammlung teil. Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr sind sie vollberechtigte Mitglieder. Sie können auf Wunsch bis zum vollendeten 24. Lebensjahr in der Jungschützenabteilung bleiben. Führungskräfte der Jungschützen können auch über das 24. Lebensjahr hinaus ein Amt versehen. Die Beiträge werden in der Vereinsordnung festgelegt. Jungschützen können, nach den gesetzlichen Vorgaben am Schießsport teilnehmen.

 

 

§ 7 Ehrenschützen, Ehrenmitglieder und fördernde Mitglieder

 

1) Die Kriterien für die Ehrenschützen und die Ehrenmitgliedschaft werden in der

Vereinsordnung festgelegt.

 

2) Fördernde Mitglieder sind Personen die durch einen Förderbeitrag die Ziele der St. Urbanus

Schützenbruderschaft unterstützen, aber keine Mitgliedsrechte haben.

 

 

§ 8 Teilaktive Mitglieder und Auswärtige Mitglieder

 

1) Mitglieder können auch als teilaktive Mitglieder aufgenommen werden, oder vom Vorstand

unter bestimmten Voraussetzungen teilaktiv gestellt werden. Sie haben andere Rechte und

Pflichten. Die Kriterien für teilaktive Mitgliedschaft werden in der Vereinsordnung festgelegt.

Sie haben das Recht, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen. Das Ausübungsrecht

von Vorstandsämtern ist beschränkt auf die Vorstandsposten 3, 4, 6, 8 und deren

Stellvertreter. Sie haben Stimmrecht bei der Vereinsordnung.

 

2) Auswärtige Mitglieder sind Mitglieder, die nicht in Birgden wohnen. Die Kriterien für

auswärtige Mitgliedschaften werden in der Vereinsordnung festgelegt.

 

 

§ 9 Organe der St. Urbanus Schützenbruderschaft

 

Organe der St. Urbanus Schützenbruderschaft sind

1. die Mitgliederversammlung

2. der Vorstand

 

 

 

 

 

§ 10 Mitgliederversammlung

 

Halbjährlich, möglichst im Juni (Fronleichnam, die Generalversammlung) und im November (die Jahreshauptversammlung), ist eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.

Außerordentliche Mitgliederversammlungen können auch bei Bedarf einberufen werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn ein Zehntel Mitglieder unter Angabe der Gründe dies schriftlich beim Präsidenten beantragen.

Die Mitgliederversammlung wird vom Präsidenten, im Falle seiner Verhinderung von seinem Stellvertreter einberufen und geleitet. Zur Mitgliederversammlung ist mindestens eine Woche vorher schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einzuladen.

Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienen beschlussfähig. Abgestimmt wird durch Handzeichen. Auf Antrag eines Mitglieds ist geheim abzustimmen.

Zur Annahme des Beschlusses ist die einfache Stimmenmehrheit genügend und erforderlich, soweit nicht diese Satzung anders bestimmt.

 

 

§ 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung

 

Aufgabe der Mitgliederversammlung ist:

Abs. I:

1. Wahl des Vorstandes, der Offiziere, der Fähnriche und von 2 Rechnungsprüfern

2. Beschlussfassung über die Jahresrechnung

3. Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Rechnungsprüfer

4. Entlastung des Vorstandes nach Rechnungslegung

5. Festsetzung der Mitgliederbeiträge

6. Die Beschlussfassung über die Vereinsordnung, deren Änderung oder Aufhebung

7. Änderung der Satzung

8. Auflösung der Bruderschaft

9. Beitritt zu anderen juristischen Personen, wie z.B. Vereine, Organisationen.

 

Abs. II:

Bei Änderungen der Satzung oder Auflösung der Bruderschaft, haben nur aktive Mitglieder Stimmrecht. Zur Änderung der Satzung und zur Auflösung der Bruderschaft ist eine Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen in einer Mitgliederversammlung erforderlich, in der 2/3 aller aktiven Mitglieder anwesend sein müssen. Sind nicht 2/3 der aktiven Mitglieder anwesend, so ist innerhalb eines Monats nach dieser Versammlung eine neue Mitgliederversammlung einzuberufen, die in jedem Falle beschlussfähig ist. Auch in diesem Falle ist eine ¾ Mehrheit der anwesenden aktiven Mitglieder erforderlich.

Alle Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung des Bundes gemäß dessen Statut. Änderungen der Vereinsordnung bedürfen der einfachen Mehrheit aller erschienenen Mitglieder.

 

Abs. III:

Anträge und Beschlüsse sind in einem Protokoll festzuhalten und vom Präsidenten oder seinem Stellvertreter und dem Geschäftsführer zu unterzeichnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

§ 12 Vorstand

 

Der Vorstand besteht aus:

1. Präsident

2. stellvertretenden Präsident

3. Kassierer/in (im Falle der Verhinderung sein/ihr Stellvertreter/in)

4. Geschäftsführer/in (im Falle der Verhinderung sein/ihr Stellvertreter/in)

5. Hauptmann (im Falle der Verhinderung der Oberleutnant)

6. Schießmeister/in (im Falle der Verhinderung sein/ihr Stellvertreter/in)

7. Jungschützenmeister/in (im Falle der Verhinderung sein/ihr Stellvertreter/in)

8. Schießstandwart/in (im Falle der Verhinderung sein/ihr Stellvertreter/in)

Dem Vorstand gehören als ordentliche Mitglieder an:

9. als geistlicher Präses der Pfarrer der Pfarre St. Urbanus in Birgden oder ein von Ihm zu

benennender Geistlicher.

10. der Dekanatsbundesmeister (Bezirksbundesmeister) sofern er Mitglied der St. Urbanus

Schützenbruderschaft ist.

11. der amtierende König

12. Die Mitgliederversammlung kann mit einfacher Mehrheit bestimmen, dass zur Unterstützung

des Vorstands weitere Personen als Vorstandsmitglied ohne Geschäftsbereich gewählt

werden.

13. Zum Schießmeister/in darf nur gewählt werden, wer im Besitz einer gültigen Schießleiter-qualifikation ist.

Die zu wählenden Mitglieder des Vorstandes werden auf 4 Jahre gewählt. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes rückt der Stellvertreter in das Amt auf und ist bis zur nächstfolgenden Mitgliederversammlung für den Aufgabenbereich zuständig und Verantwortlich. In der dann folgenden Mitgliederversammlung erfolgt die Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit.

 

Die Vorstandswahlen erfolgen im Turnus von 2 Jahren, wobei nach Ablauf der ersten 2 Jahre die Hauptsächlichen Vorstandsmitglieder, Offiziere und Fähnriche und nach Ablauf von weiteren 2 Jahren die Stellvertreter zur Neuwahl stehen.

 

Die Vorstandspositionen Nr. 1, 2, 5 und 7 dürfen nur von aktiven Schützen besetzt werden. Das gilt auch für deren Stellvertreter.

 

§ 13 Gesetzlicher Vorstand

 

Der Präsident, der stellvertretende Präsident, der/die Kassierer/in und der/die Geschäftsführer/in bilden den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Je zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstands sind befugt, die Bruderschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Rechtsverbindliche Erklärungen der Bruderschaft werden von zwei Mitgliedern des gesetzlichen Vorstandes abgegeben. Die Amtsdauer des gesetzlichen Vorstandes erlischt mit der Eintragung des neugewählten Vorstandes im Vereinsregister.

 

 

§ 14 Aufgaben des Vorstandes

 

Aufgaben des Vorstandes sind:

1. Führung der laufenden Geschäfte

2. Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr

3. Erstattung der Tätigkeitsberichte

4. Beschlussfassung über Aufnahmeanträge

5. Beschlussfassung über Ausschlussanträge

6. Verwaltung und Überwachung des Schützenheimes und der Schießanlagen

 

Die Vorstandssitzungen werden von dem Präsidenten, im Falle seiner Verhinderung von dem stellvertretenden Präsidenten einberufen und geleitet. Die Vorstandsbeschlüsse werden durch einfache Stimmenmehrheit gefasst, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt. Bei Stimmgleichheit gibt der Präsident oder im Falle seiner Verhinderung der stellv. Präsident den Ausschlag. Die Beschlüsse sind in einem Protokoll festzuhalten und von dem Präsidenten oder, bei Verhinderung, seinem Stellvertreter und dem/der Geschäftsführer/in zu unterzeichnen.

 

 

§ 15 Aufgaben der Vorstandsmitglieder

 

Die Aufgaben der Vorstandsmitglieder werden im Vorstand bestimmt und in der Vereinsordnung festgelegt.

 

 

§ 16 Ausgabenwirtschaft und Verwaltung

 

In der Ausgabenwirtschaft kann der Vorstand im Einzelfall verfügen. Der mit Erlaubnis der Gemeinde Gangelt und dem Leiter der Grundschule errichtete Vogelschießstand, Paulssträßchen (Gelände auf dem Schulhof der “Schule der Begegnung“ Birgden) ist Eigentum der St. Urbanus Schützenbruderschaft und wird ausschließlich durch diese genutzt. Eine Nutzung durch andere bedarf der Genehmigung der Schützenbruderschaft, vertreten durch den Vorstand.

Die St. Urbanus Schützenbruderschaft Birgden 1715 e.V. hat auf dem Grundstück der Gemeinde Gangelt, in der Gemarkung Birgden, Flur 14, Flurstück 98, ein Schützenheim mit Schießstand etc. in Eigenleistung errichtet. Durch einen Pachtvertrag mit der Gemeinde Gangelt, auf längstens 99 Jahre, wird die Anlage ausschließlich von der Schützenbruderschaft verwaltet und als Eigentümer genutzt. Ohne Genehmigung der Bruderschaft, vertreten durch den Vorstand, ist eine Nutzung nicht gestattet.

 

 

§ 17 Feste

 

Die Schützenbruderschaft führt in jedem Jahr eine Frühkirmes und eine Herbstkirmes durch. Es werden, nach altem Brauch, der Pfarrer, als geistlicher Präses, zur Messe und der König zur Königsehrung abgeholt. Dasselbe gilt für Heimat- und Schützenfeste. Einmal jährlich wird der Königsvogelschuss, traditionell am Christi Himmelsfahrtstag, durchgeführt. Dort wird der König für das laufende Jahr ermittelt. Die Königswürde erringt der Schützenbruder, der das letzte sichtbare Stück vom Königsvogel von der Stange holt. Der Schützenkönig soll der Bruderschaft ein Vorbild sein. Durch seine Würde als Repräsentant der Bruderschaft beeinflusst er somit das Vereinsleben derselben. Traditionsgemäß hat jeder König zum Königssilber eine Plakette zu stiften. Jedes Mitglied ist verpflichtet, wie in der Vereinsordnung festgelegt, dem König sein jährliches Königsgeld zu zahlen.

 

 

§ 18 Kirchliche Veranstaltungen

 

Die aktiven Mitglieder der Bruderschaft beteiligen sich geschlossen in Uniform und mit Fahnen an der Fronleichnamsprozession, sowie am Volkstrauertag. Dasselbe gilt für andere größere Feste, wie z.B. die feierliche Abholung eines Bischofs, die Einführung eines neuen Pfarrers oder auf besondere Einladung. Bei jeder Kirmes sollte die Bruderschaft möglichst zwei Messen halten. Eine für die lebenden und verstorbenen Mitglieder, und die andere für die Gefallenen und Vermissten der Pfarrgemeinde. Bei den Gottesdiensten sollen die Fahnen am Altar aufgestellt werden.

Die Bruderschaft feiert alljährlich das Patronatsfest im Kreise aller Mitglieder. Die Teilnahme am Begräbnis eines Mitgliedes wird in der Vereinsordnung geregelt. Die Bruderschaft beteiligt sich an Veranstaltungen und Einrichtungen ihrer Pfarre und darüber hinaus.

 

 

§ 19 Sportschießen

 

Die Schützenbruderschaft pflegt und fördert das sportliche Schießen nach den Bestimmungen der Sportordnung des Bundes. Die Schützenbruderschaft gewährt dem Bund in Erfüllung seiner

Pflichten als anerkannter Schießsportverband alle erforderlichen Auskunfts – und Weisungsrechte.

 

 

§ 20 Sozialverpflichtung der Schützenbruderschaft

 

Die Schützenbruderschaft schützt ihre Mitglieder durch den Abschluss einer Haftpflicht- und Unfallversicherung. Armen und in Not geratenen Mitgliedern kann der Beitrag ganz oder zum Teil erlassen werden. Niemand darf von der Bruderschaft abgewiesen oder ausgeschlossen werden, weil er arm oder bedürftig ist.

 

 

§ 21 Vereinsordnung

 

Die Bruderschaft gibt sich eine Vereinsordnung. Über die Änderung von Teilen oder Aufhebung der Vereinsordnung entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit aller anwesenden Mitglieder.

 

 

§ 22 Auflösung der Bruderschaft

 

Die Schützenbruderschaft ist ohne Beschlussfassung aufzulösen, wenn die Mitgliederzahl der aktiven Mitglieder unter 7 sinkt. Im Falle der Auflösung der Bruderschaft fällt das Vermögen an eine kath. Gemeinnützige Einrichtung, die der letzte Vorstand zu bestimmen hat, mit der Maßgabe, dass diese Einrichtung das Vermögen verwaltet und die Inventaren (z. b. Fahnen, Königssilber, Degen, Gewehre, Uniformen, Urkunden, Chronik und Protokollbücher) aufbewahren soll. Vom Vermögen und Inventar ist ein Verzeichnis anzulegen, welches dem zuständigen Bischof und der Gemeinnützigen Einrichtung zu übergeben ist. Die Einkünfte aus dem Vermögen fallen an diese Gemeinnützige Einrichtung.

Im Falle der Neugründung einer Bruderschaft in dem Ort Birgden mit der gleicher Zielsetzung muss die Einrichtung das Vermögen und die Inventaren der neugegründeten Bruderschaft übergeben.

 

 

§ 23 Schiedsgericht

 

Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und der Schützenbruderschaft bzw. zwischen Mitgliedern untereinander, sollen vom Vorstand geschlichtet werden. Falls dies nicht möglich ist, ist das Schiedsgericht beim Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften anzurufen. Jedes einzelne Mitglied hat das Recht, sich direkt an das Schiedsgericht des Bundes zu wenden.

Die Schiedsgerichtsordnung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften

e.V. ist Bestandteil der Satzung der Schützenbruderschaft und für diese und deren Mitglieder verbindlich.

 

 

§ 24 Datenschutz

 

(1) Mit dem Beitritt eines Mitglieds nimmt der Verein Daten zum Mitglied auf. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Angaben: Name, Kontaktdaten, Familienstand, Beruf, Abteilung, Auszeichnungen; Bankverbindung und weitere dem Vereinszweck dienende Daten. Sonstige Informationen zu den Mitgliedern und Informationen über Nichtmitglieder werden von dem Verein grundsätzlich nur verarbeitet oder genutzt, wenn sie zur Förderung des Vereinszweckes nützlich sind und keine Anhaltspunkte bestehen, dass die betroffene Person ein schutzwürdiges Interesse hat, das der Verarbeitung oder Nutzung entgegensteht.

(2) Mit dem Beitritt erklärt sich das Mitglied einverstanden, dass die im Zusammenhang mit der

Mitgliedschaft benötigten personenbezogenen Daten unter Berücksichtigung der Vorgaben des

Bundesdatenschutzgesetzes BDSG bzw. der kirchlichen Datenschutzanordnung KDO per EDV für den Verein erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Ohne dieses Einverständnis kann eine

Mitgliedschaft nicht begründet werden.

(3) Die überlassenen personenbezogenen Daten dürfen ausschließlich für Vereinszwecke verwendet werden. Hierzu zählen insbesondere die Mitgliederverwaltung, die Durchführung des

Sport- und Spielbetriebes, die üblichen Veröffentlichungen von Ergebnissen in der Presse, im Internet sowie Aushänge am "Schwarzen Brett". Eine anderweitige Verarbeitung oder Nutzung (z.B. Übermittlung an Dritte) ist - mit Ausnahme der erforderlichen Weitergabe von Angaben zur

namentlichen Mitgliedermeldung an den Bund und zur Erlangung von Startberechtigungen an entsprechende Verbände - nicht zulässig.

(4) Als Mitglied des Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. ist der Verein verpflichtet, seine Mitglieder an den Verband zu melden. Übermittelt werden dabei Name, Vorname, Geburtsdatum, Eintrittsdatum, Austrittsdatum und Vereinsmitgliedsnummer (sonstige Daten); bei Mitgliedern mit besonderen Aufgaben (z.B. Vorstandsmitglieder) die vollständige Adresse mit Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie der Bezeichnung ihrer Funktion im Verein. Die namentliche Mitgliedermeldung erfolgt über ein internetgestütztes Programmsystem.

(5) Das einzelne Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand Einwände gegen die Veröffentlichung seiner personenbezogenen Daten auf der Bruderschafts-Homepage erheben bzw. seine erteilte Einwilligung in die Veröffentlichung widerrufen. Im Falle eines Einwandes bzw. Widerrufs unterbleiben weitere Veröffentlichungen zur seiner Person. Personenbezogene Daten des widerrufenden Mitglieds werden von der Homepage des Vereins entfernt.

(6) Alle Mitglieder erklären sich damit einverstanden, dass sie als Würdenträger des Vereins (z.B. Königspaare, Schützendame und Prinz) oder bei Ehrungen, besonderen Veröffentlichungen mit Namen und Foto zustimmen.

Einwände oder Wiederrufe gegen die Veröffentlichung vom Personenbezogenen Daten oder Fotos haben in schriftlicher Form zu erfolgen.

 

 

§ 25 Inkrafttreten

 

Diese Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung der St. Urbanus Schützenbruderschaft am

25.6.2009 in Birgden beschlossen und in Kraft gesetzt. Alle vorangegangenen Satzungen

verlieren damit ihre Gültigkeit.

 

Birgden, den 25.6.2009

 

gez. Hermann-Josef Peters    gez. Klaus Kleinen     gez. Björn Schmitz           gez. Adrian Wiesmann

Präsident                                                  stellv. Präsident                     Kassierer                                        Geschäftsführer